Tandemsprung Sicherheit

Wie sicher ist Fallschirmspringen?

Du fragst dich zu Recht: Ist ein Tandemsprung sicher?

Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt ein klares Bild. Im Jahr 2024 wurden 182.969 Fallschirmsprünge durchgeführt. Dabei wurden 92 Unfälle gemeldet – das entspricht 0,0503 % pro Sprung. Tödliche Unfälle gab es 2024 keine (0,0000 %).

Auch 2025 ist die Bilanz eindeutig: In Deutschland ist kein Fallschirmspringer tödlich verunglückt.

Dieses Sicherheitsniveau basiert auf modernen Fallschirmsystemen mit Reserve und automatischem Öffnungsgerät, regelmäßiger Wartung der Ausrüstung sowie klar geregelten Abläufen am Sprungplatz. Tandemgäste springen ausschließlich mit erfahrenen Tandemmastern.

Ein Restrisiko bleibt – wie bei jeder sportlichen Aktivität. Statistisch betrachtet ist ein Tandemsprung unter professionellen Bedingungen jedoch eine sehr sichere Erfahrung.

Fallschirmsprung Unfallstatistik 2024
Fallschirmsprung Unfallstatistik 2024

Daten-Quelle (PDF-Datei): DFV-Symposium Zahlen - Daten - Fakten 2025

Wer darf Tandemsprünge durchführen?

Viele Menschen fragen sich vor ihrem ersten Tandemsprung, welche Voraussetzungen eigentlich hinter einem solchen Erlebnis stehen. In Deutschland gelten dafür klare Regeln, die sowohl den Tandempiloten als auch den Sprungbetrieb betreffen.

Wer Passagiere bei einem Tandemsprung begleiten möchte, benötigt eine Tandemberechtigung. Diese Zusatzqualifikation erhalten nur erfahrene Fallschirmspringer. Voraussetzung sind unter anderem eine gültige Fallschirmspringer-Lizenz, mindestens 500 absolvierte Sprünge, etwa fünf Stunden Freifallzeit, regelmäßige Sprungerfahrung sowie ein ärztliches Tauglichkeitsattest. Zusätzlich müssen Tandempiloten eine spezielle Ausbildung absolvieren und eine Prüfung bestehen.

Auch der Anbieter selbst muss bestimmte Anforderungen erfüllen. Dazu gehören ein zugelassener Sprungplatz, ein geeignetes Absetzflugzeug, ein zertifiziertes Tandemfallschirmsystem sowie geschultes Personal. Außerdem sind ein Rettungs- und Notfallplan sowie entsprechende Haftpflichtversicherungen vorgeschrieben.

Wichtig ist außerdem das Wetter. Tandemsprünge dürfen nur bei guten Sichtbedingungen und sicheren Windverhältnissen stattfinden. Bei Gewitter, starkem Wind oder schlechter Sicht wird der Sprungbetrieb eingestellt. Auch Nachtsprünge sind für Tandems in Deutschland nicht erlaubt.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Fallschirm nicht öffnet?

Sehr gering. Laut Statistik des Deutschen Fallschirmsportverbandes liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der Hauptfallschirm nicht korrekt öffnet, bei etwa 0,0008 %. In solchen Fällen wird der Reservefallschirm verwendet.

Was passiert, wenn der Fallschirm sich nicht öffnet?

Falls der Hauptschirm nicht richtig funktioniert, wird er abgetrennt und der Reservefallschirm geöffnet. Zusätzlich besitzen moderne Systeme einen automatischen Öffnungsautomaten, der den Reservefallschirm selbstständig auslöst, falls der Springer nicht reagieren kann.

Kann man beim Fallschirmspringen ohnmächtig werden?

Das kommt sehr selten vor. Der Adrenalinschub kann bei manchen Menschen Kreislaufprobleme auslösen. Deshalb wird vor dem Sprung darauf geachtet, dass Teilnehmer gesundheitlich fit sind.

Was kann beim Fallschirmspringen schiefgehen?

Mögliche Probleme sind eine nicht optimale Fallschirmöffnung, Kreislaufprobleme oder Verletzungen – meist durch Zusammenstöße in der Luft oder bei der Landung. Moderne Ausrüstung und Ausbildung reduzieren diese Risiken deutlich.